Wissenswertes aus der Augenheilkunde
DMEK
Die DMEK (Descemet Membrane Endothelial Keratoplasty) ist ein besonders schonendes, modernes Verfahren zur Behandlung von Erkrankungen der innersten Hornhautschicht (Endothel). Sie kommt dann infrage, wenn diese Zellschicht ihre wichtige Pumpfunktion nicht mehr ausreichend erfüllt und es zu Hornhauttrübungen oder Sehverschlechterung kommt. Indikationen sind:
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Fuchs-Endotheldystrophie
Eine häufige, meist altersbedingte Erkrankung, bei der die Endothelzellen nach und nach abnehmen. -
Bullöse Keratopathie
Eine Schwellung der Hornhaut, oft nach einer Augenoperation (z. B. nach Katarakt-OP). -
Endothelversagen nach Augenoperationen
Wenn sich die Hornhaut nach einem Eingriff nicht mehr ausreichend regeneriert. -
Seltene angeborene oder erworbene Endothelerkrankungen
Die DMEK ermöglicht eine gezielte Transplantation nur der erkrankten Zellschicht, was zu schneller Sehbesserung bei geringem Abstoßungsrisiko des Transplantats führt.
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Wissenswertes aus der Augenheilkunde
Das Pterygium (Flügelfell)
Ein Pterygium ist eine gutartige, dreiecksförmige Wucherung der Bindehaut, die meist von der Nasenseite her auf die Hornhaut des Auges wächst. Es entsteht vor allem durch chronische UV-Strahlung, Wind, Staub und trockene Umweltbedingungen. Anfangs ist es oft beschwerdefrei, kann aber später Rötung, Fremdkörpergefühl, Trockenheit und bei Fortschreiten sogar eine Beeinträchtigung der Sehschärfe verursachen.
Die definitive Therapie ist die operative Entfernung, insbesondere bei Beschwerden, kosmetischer Beeinträchtigung oder drohender Sehverschlechterung. Ein entscheidender Fortschritt in der Chirurgie ist die Transplantation von Eigenbindehaut (autologes Bindehauttransplantat) nach Entfernung des Pterygiums. Dabei wird gesunde Bindehaut – meist vom oberen Augenabschnitt – auf die freigelegte Stelle verpflanzt.
Der große Vorteil dieser Methode ist die deutlich geringere Rezidivrate im Vergleich zur einfachen Abtragung ohne Transplantat. Das transplantierte Eigengewebe wirkt wie eine biologische Barriere, hemmt überschießendes Narben- und Gefäßwachstum und fördert eine stabile, glatte Heilung. Dadurch sinkt das Risiko eines Wiederauftretens erheblich und das Langzeitergebnis ist funktionell wie kosmetisch besser.
Illustration mit KI erstellt
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News
Neuigkeiten aus der Augenheilkunde
10.01.2026 – Österreichisches OCT-Treffen
Diesen Jänner durfte ich auf dem Spectralis-Anwendertreffen im schönen Langenlois einen Vortrag zum Thema Diagnostik ektatischer Hornhauerkrankungen mittels Hornhauttomographie.
Zu den ektatischen Hornhauterkrankungen gehören der Keratokonus, die Pelluzide Marginale Degeneration (PMD) und auch die Post-LASIK-Ektasie. Während ein Keratokonus vor allem junge Menschen betrifft und zur zunehmenden Sehverschlechterung führen kann, tritt die PMD oft bei älteren Patienten auf und führt zu rascher Sehverschlechterung.
In meiner Ordination biete ich sowohl Diagnostik als auch Therapie ektatischer Hornhauerkrankungen wie Keratokonus an.
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